Veranstaltungen
Liebe Mitglieder des LKV,
unsere Kunstgespräche finden regelmäßig jeden dritten Mittwoch des Monats statt. Zukünftig möchten wir dem persönlichen Kontakt unter den Mitgliedern mehr Raum geben und freuen uns auf ein Come Together nach den Kunstgesprächen. Wenn Sie Lust auf einen Plausch danach haben, treffen wir uns anschließend im MuseumsCafé.
Alle zusätzlichen Veranstaltungen werden rechtzeitig auf der Website bekannt gegeben, doch schauen Sie bitte regelmäßig in die Rubrik Termine, um sich über den aktuellen Stand und evtl. kurzfristige Änderungen zu informieren.
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Kunstgespräch „extra“ – Darstellungen von Weiblichkeit im Werk von Ida Matton und Alice Nordin“, Referentin Dr. Lena Rebekka Rehberger ⋙
ORT: MdbK, Veranstaltungsraum im UG
22. Oktober 2025 18:00 – 19:00
An der Kunstakademie in Stockholm wurden Frauen bereits 1864 zum Studium zugelassen. In der sog. Fruntimmersavdelningen vid Kungliga Akademien för de fria konsterna (Frauenzimmerabteilung der Königlichen Akademie der freien Künste) konnten sie sich in Malerei und Skulptur ausbilden. So nahm die Anzahl professioneller Künstlerinnen in Schweden stetig zu. In der Zeit um 1900 reisten viele dieser Künstlerinnen, die bereits in ihrem Heimatland eine exzellente Ausbildung erhalten hatten, in die europäischen Metropolen, besonders nach Paris, um ihre Studien zu vertiefen. Einige von ihnen kehrten erst Jahre später oder nur temporär nach Schweden zurück. Obgleich viele von ihnen ihr Leben lang europaweit als etablierte und respektierte Künstlerinnen erfolgreich tätig waren, blieben sie in der nordischen wie europäischen Kunstgeschichtsschreibung weitgehend unerwähnt und werden erst jüngst von der Forschung wieder sichtbar gemacht.
Zu dieser Generation von Künstlerinnen gehören die beiden schwedischen Bildhauerinnen Ida Matton (1863–1940) und Alice Nordin (1871–1948).
Lena Rebekka Rehberger ist Kunsthistorikerin, spezialisiert auf die europäische Kunst vom späten 18. bis zum frühen 20. Jahrhundert und ihre interkulturellen Beziehungen. 2016 promovierte sie an der Humboldt-Universität zu Berlin mit einer Arbeit zum Thema „Die Grabmalkunst von Karl Friedrich Schinkel (1781–1841)“. Von 2018 bis 2023 war sie abwechselnd als Lehrbeauftragte und wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Kunstgeschichte an der Universität Leipzig tätig. Derzeit lebt sie in Stockholm, wo sie an einem Forschungsprojekt über Melancholie, Tod und Weiblichkeit in der nordischen Kunst“ arbeitet.
